US-Wahl wird Machtprobe
In den USA stehen die Midterms an: Gewählt werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus, 35 Senatoren und in 36 Bundesstaaten auch Gouverneure. Für Präsident Donald Trump und die Republikaner ist die Abstimmung ein wichtiger Stimmungstest.

Foto: Wikimedia Commons / Ali Shaker/VOA, Public domain
In den USA wird am 3. November gewählt – allerdings nicht fürs Weiße Haus, sondern fürs Kapitol. Bei den sogenannten Midterms entscheiden die Wahlberechtigten darüber, wer sie im Kongress vertritt. Zusätzlich geht es in vielen Bundesstaaten auch um das Amt des Gouverneurs oder der Gouverneurin.
Worum geht es bei der Abstimmung?
Neu gewählt werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus. Dort beträgt die Amtszeit nur zwei Jahre. Im Senat ist das anders: Die Mitglieder bleiben sechs Jahre im Amt, deshalb steht diesmal nur ein Teil der Sitze zur Wahl – konkret 35 von 100. Dazu kommen Gouverneurswahlen in 36 Bundesstaaten.
- 435 Sitze im Repräsentantenhaus
- 35 Sitze im Senat
- Gouverneurswahlen in 36 Bundesstaaten
Die Zwischenwahlen gelten in den USA traditionell auch als Stimmungstest für den Präsidenten. Politikwissenschaftler und Wahlanalysten werten sie oft als eine Art Referendum über die Regierung im Weißen Haus. Für Präsident Donald Trump ist das besonders heikel, denn seine Zustimmungswerte liegen laut Quelle derzeit auf einem Rekordtief. Nur rund ein Drittel der Amerikaner bewertet seine Politik aktuell positiv.
Warum das Ergebnis so wichtig ist
Derzeit haben die Republikaner in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit, wenn auch nur knapp. Im Repräsentantenhaus kommen sie aktuell auf 218 Sitze, die Demokraten auf 214, dazu gibt es einen unabhängigen Abgeordneten, der meist mit den Republikanern stimmt; zwei Sitze sind vakant. Experten halten es laut Quelle für wahrscheinlich, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus übernehmen könnten.
Brisant ist die Wahl auch deshalb, weil in den USA viele zentrale Fragen auf Ebene der Bundesstaaten geregelt werden. Dazu zählen laut Quelle etwa das Abtreibungsrecht, Bildungsfragen und die Organisation von Wahlen. Wer in Washington und in den Bundesstaaten regiert, hat also direkten Einfluss auf den Alltag vieler Menschen.
Quelle: DW Deutsch