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Politik28. Oktober 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Schock nach Horror-Zugcrash

Bei einem schweren Zugunglück in Spanien sind in der Provinz Toledo mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Rund 540 Passagiere waren auf der Strecke zwischen Madrid und Andalusien unterwegs, mindestens 80 wurden verletzt.

Schock nach Horror-Zugcrash

Ein schweres Zugunglück erschüttert Spanien: In der Provinz Toledo sind nach Behördenangaben mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Dazu kommen mindestens 80 Verletzte, von denen 50 schwer verletzt sein sollen. Die Regionalregierung rechnet damit, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt.

Der Unfall passierte kurz vor 9 Uhr auf der Verbindung zwischen Madrid und Andalusien. Nach bisherigem Stand kam ein Zug des privaten Anbieters Iryo aus noch ungeklärter Ursache zum Stillstand. Ein nachfolgender Zug der staatlichen Bahn Renfe fuhr dann von hinten auf. Dabei entgleisten drei Waggons, zwei davon von Iryo und einer von Renfe, und stürzten einen Bahndamm hinunter.

Rund 540 Menschen an Bord

In den beiden Zügen befanden sich laut amtlichen Angaben insgesamt etwa 540 Fahrgäste. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Andalusien wurde nach dem Unglück gesperrt. Am Einsatzort waren Feuerwehr und Zivilschutzkräfte aus der Umgebung im Großeinsatz.

  • Unglücksort: Provinz Toledo in Zentralspanien
  • Zeitpunkt: kurz vor 9 Uhr
  • Folge: Strecke zwischen Madrid und Andalusien unterbrochen

Bestürzung bis in die Politik

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zeigte sich tief erschüttert und sprach den Betroffenen und ihren Familien seine Anteilnahme aus. Auch König Felipe VI. und Königin Letizia reagierten bestürzt. Beileid kam außerdem von europäischen Spitzenpolitikern, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa.

Das Unglück weckt in Spanien schmerzhafte Erinnerungen: Erst im Januar hatte es bei Adamuz in Andalusien ein weiteres schweres Zugunglück mit 46 Toten und mehr als 150 Verletzten gegeben. Warum es nun in Toledo zu dem Zusammenstoß kam, ist bislang weiter unklar.

Quelle: Tagesschau