Mega-Leak bei US-Heimatschutz
Beim US-Heimatschutz sind Daten von mehr als 41.000 Beschäftigten öffentlich geworden. Betroffen sind vor allem Grenzschutz und Einwanderungsbehörde, der Datensatz soll auch Details zu Einsätzen und internen Strukturen enthalten.

Foto: U.S. Department of Homeland Security (DHS) / Wikimedia Commons, Public domain
Beim US-Heimatschutzministerium ist ein massiver Datensatz mit Informationen zu mehr als 41.000 Beschäftigten öffentlich geworden. Veröffentlicht wurde das Material von der Aktivistengruppe Distributed Denial of Secrets, wie unter anderem der britische „Guardian“ berichtet.
Besonders stark betroffen ist demnach die Grenzschutzeinheit Customs and Border Protection. Dazu kommen rund 6.000 Datensätze von Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde ICE. In den Unterlagen finden sich nicht nur Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen, sondern auch Hinweise darauf, welchen Aufträgen einzelne Personen zugeteilt waren.
Einblick in Struktur und Einsätze
Nach Einschätzung von Distributed Denial of Secrets erlaubt der Leak einen ungewöhnlich tiefen Blick in den Aufbau der Behörde. Laut Bericht sollen in dem Datenpaket auch Informationen zu Überwachungsprogrammen und Undercover-Einsätzen enthalten sein. Der „Guardian“ spricht von einem Datensatz, der die Organisation des Ministeriums sehr detailliert sichtbar macht.
- veröffentlicht von Distributed Denial of Secrets
- betroffen: vor allem CBP und ICE
- enthalten: persönliche Daten und Zuordnungen zu Aufgaben
Brisanter Zeitpunkt
Die Veröffentlichung fällt in eine politisch heikle Phase. Laut „Guardian“ versucht das Ministerium derzeit selbst, Kritiker in sozialen Netzwerken aufzuspüren und Daten über Demonstrierende sowie Journalisten zu beschaffen. Gleichzeitig sei die Behörde bemüht, die Identitäten ihrer Beschäftigten möglichst verborgen zu halten.
Teile der veröffentlichten Daten wurden nach Angaben der „Washington Post“ und von NBC News überprüft. Das Heimatschutzministerium beschäftigt laut eigener Darstellung rund 260.000 Menschen – damit wäre fast ein Sechstel der gesamten Belegschaft von dem Leak betroffen.
Quelle: ORF