Kreml hofft auf Sanktionsende
In Moskau laufen nach Kreml-Angaben Gespräche mit der US-Regierung über eine mögliche Aufhebung von Sanktionen gegen den staatlichen russischen Investmentfonds RDIF. Parallel wird in Washington auch über den Ukraine-Krieg gesprochen.

Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Der Kreml spricht nach eigenen Angaben mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Lockerung von Sanktionen gegen den russischen Staatsfonds RDIF. Das sagte Kreml-Berater Juri Uschakow laut russischen Nachrichtenagenturen. Demnach laufen die Kontakte bereits seit einiger Zeit.
Besonders aktiv sei dabei RDIF-Chef Kirill Dmitrijew, hieß es aus Moskau. Auch von ihm kam die Bestätigung, dass entsprechende Gespräche geführt werden. Wie sie am Ende ausgehen, sei aber offen. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, dass die Trump-Regierung eine Aufhebung der Maßnahmen in Erwägung ziehe.
RDIF im Mittelpunkt
Im Zentrum steht damit der staatliche russische Investmentfonds, gegen den Sanktionen verhängt wurden. Aus dem Kreml ist nun zu hören, dass genau darüber verhandelt wird. Konkrete Ergebnisse oder einen Zeitplan gibt es bisher allerdings nicht.
- Wer: Kreml, US-Regierung, RDIF-Chef Kirill Dmitrijew
- Worum geht es: mögliche Aufhebung von Sanktionen gegen den russischen Staatsfonds
- Stand: Gespräche laufen bereits seit einiger Zeit
Weitere Ukraine-Termine in Washington
Parallel dazu ist heute auch ein weiteres Treffen in Washington geplant: Die finnische Außenministerin Elina Valtonen kommt zu Gesprächen mit US-Außenminister Marco Rubio zusammen. Laut finnischem Außenministerium soll es dabei vor allem um den russischen Krieg gegen die Ukraine sowie um bilaterale Beziehungen gehen.
Erst am Dienstag hatten Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert. Solche direkten Kontakte europäischer Spitzenpolitiker mit Putin sind seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor mehr als viereinhalb Jahren selten geblieben.
Quelle: ORF