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Politik27. Oktober 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Moskau greift weiter an

Russland will seine Angriffe auf die Ukraine trotz geplanter Gespräche unter US-Vermittlung fortsetzen. In Charkiw wurden mindestens zwei Menschen getötet, während es in Oleschky eine örtlich begrenzte Waffenruhe für einen humanitären Einsatz gibt.

Moskau greift weiter an

Foto: U.S. Department of State / Wikimedia Commons, Public domain

Trotz neuer diplomatischer Bewegung setzt Russland im Krieg gegen die Ukraine weiter auf militärischen Druck. Kremlsprecher Dmitri Peskow machte deutlich, dass die geplante Wiederaufnahme trilateraler Gespräche unter Vermittlung der USA aus Moskauer Sicht keine Pause der Kampfhandlungen bedeutet. Russische Angriffe auf den militärisch-industriellen Bereich der Ukraine sollen demnach weitergehen.

Waffenruhe nur lokal begrenzt

Gleichzeitig gibt es im russisch besetzten Oleschky in der Region Cherson eine eng begrenzte Feuerpause. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde dort am Dienstagmorgen das Feuer eingestellt, um einen humanitären Einsatz vorzubereiten. Auch Peskow stellte in Aussicht, dass Russland solchen lokal beschränkten Unterbrechungen aus humanitären Gründen erneut zustimmen könnte.

An den grundsätzlichen russischen Forderungen hat sich aber nichts geändert. Moskau verlangt weiter Gebietsabtretungen in der Ostukraine sowie weitreichende militärische und politische Einschränkungen für Kiew. Die Ukraine und ihre Verbündeten werten diese Positionen als Bedingungen, die faktisch auf eine Kapitulation hinauslaufen würden.

Erneut Tote in Charkiw und Kiew

Während über Gespräche gesprochen wird, gehen die Angriffe weiter. In Charkiw wurden nach ukrainischen Angaben bei einem russischen Angriff mindestens zwei Menschen getötet, vier weitere wurden verletzt. Beschädigt wurden Häuser und Autos, Rettungskräfte waren am Abend noch im Einsatz.

  • In Kiew starb am Abend bei einem russischen Raketenangriff mindestens eine Person.
  • Zehn weitere Menschen wurden dort verletzt.
  • Beschädigt wurden unter anderem zwei medizinische Einrichtungen und ein Studentenwohnheim.

Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, liegt nahe an der Front und steht immer wieder unter Beschuss. Erst in den vergangenen Tagen hatte es dort weitere Angriffe gegeben. Die Lage bleibt damit auch vor möglichen neuen Gesprächen hochgefährlich.

Quelle: Tagesschau