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Politik2. November 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Spyware-Alarm im Bundestag

Mehrere iPhones von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern könnten Ziel eines Spyware-Angriffs geworden sein. Digitalminister Karsten Wildberger bestätigte entsprechende Hinweise, Details zu Betroffenen sind bislang nicht öffentlich.

Spyware-Alarm im Bundestag

Foto: Prométhée / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Im politischen Berlin sorgt ein möglicher Cyberangriff für Unruhe: Nach Informationen aus dem ARD-Hauptstadtstudio könnten mobile Geräte von Bundestagsabgeordneten und Mitgliedern der Bundesregierung ins Visier geraten sein. Digitalminister Karsten Wildberger bestätigte am Sonntag, dass es Hinweise auf einen Angriff mit Spyware gebe.

Auslöser war demnach eine Warnung des US-Technologieunternehmens Apple. Laut Wildberger habe Apple gemeldet, dass bestimmte Geräte möglicherweise kompromittiert worden seien. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, habe daraufhin schnell reagiert und die Betroffenen schriftlich informiert. Welche Politiker konkret betroffen sein könnten, wurde bisher nicht öffentlich gemacht.

Warnung seit dem 29. Oktober

Dem ARD-Hauptstadtstudio liegt ein Schreiben des BSI vor. Daraus geht hervor, dass iPhones seit dem 29. Oktober eine Bedrohungsbenachrichtigung erhalten haben sollen. Darin sei von einem erkannten Angriff mit sogenannter Mercenary Spyware die Rede. Ob der Angriff am Ende erfolgreich war, lässt sich aus der Apple-Warnung laut Bericht nicht ablesen.

  • Apple meldete eine gezielte Bedrohung für bestimmte Geräte
  • Das BSI riet Betroffenen zur Vorsicht
  • Zu Anlass und Hintergründen gibt es bislang keine näheren Angaben

Was Spyware so gefährlich macht

Spyware gilt als besonders heikel, weil sie Daten ohne Wissen der Nutzer an Dritte weiterleiten kann. Nach Angaben des BSI können solche Programme unter anderem Zugriff auf Nachrichten, Anrufe, Kontakte, Kalender und Standortdaten ermöglichen. Auch Mikrofon und Kamera könnten dadurch aktiviert werden. Bekannt ist in diesem Zusammenhang etwa die Spähsoftware Pegasus.

Wildberger äußerte sich besorgt, nannte aber keine weiteren Details zum Vorgang. Auch Apple macht nach eigener Darstellung in solchen Fällen grundsätzlich keine Angaben dazu, was genau die Warnung ausgelöst hat oder wer hinter einem Angriff stehen könnte. Damit bleibt vorerst offen, wie groß das Ausmaß des Vorfalls tatsächlich ist.

Quelle: Tagesschau