Wong bekennt sich schuldig
Der inhaftierte Demokratie-Aktivist Joshua Wong hat sich in Hongkong in einem weiteren Verfahren schuldig bekannt. Dem 29-Jährigen wird Verschwörung mit ausländischen Kräften vorgeworfen, es drohen weitere Jahre Haft.

Foto: Wikimedia Commons / Iris Tong, Public domain
Der inhaftierte Demokratie-Aktivist Joshua Wong hat sich in Hongkong in einem weiteren Gerichtsverfahren schuldig bekannt. Das meldeten mehrere Medien in der chinesischen Sonderverwaltungsregion übereinstimmend. Für den 29-Jährigen könnte das Eingeständnis Folgen für das Strafmaß haben: Laut den Berichten besteht die Möglichkeit, dass die Strafe dadurch geringer ausfällt.
Zweites Verfahren nach Sicherheitsgesetz
Im Zentrum des Falls steht der Vorwurf, Wong habe sich mit ausländischen Kräften verschworen. Es handelt sich um das zweite Verfahren gegen ihn auf Grundlage von Hongkongs nationalem Sicherheitsgesetz. Dieses Gesetz war der Finanzmetropole nach einer Welle von Protesten von der Zentralregierung in Peking auferlegt worden.
Das Sicherheitsgesetz ist seit seiner Einführung hochumstritten. Kritiker sehen darin ein Instrument, das vom chinesischen Machtapparat zur politischen Repression genutzt wird. Wong gilt seit Jahren als eines der bekanntesten Gesichter der prodemokratischen Bewegung in Hongkong und war schon als Student eine zentrale Figur der Proteste.
Weitere Haftjahre möglich
- Vorwurf: Verschwörung mit ausländischen Kräften
- Mögliche Strafe: drei bis zehn Jahre Gefängnis
- Im schlimmsten Fall: lebenslange Haft bei besonders schwerer Einstufung
Wie hoch die Strafe am Ende tatsächlich ausfällt, ist noch offen. Die Verkündung des Strafmaßes soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Klar ist schon jetzt: Für Wong könnte das neue Schuldbekenntnis weitere Jahre hinter Gittern bedeuten.
Quelle: ORF