Viele Tote nach Angriff
In der ukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben aus Kiew mindestens 26 Menschen bei einem russischen Luftangriff getötet worden. Getroffen wurde demnach ein Verteilzentrum für Hilfsgüter in einer Schule im Dorf Komyschuwacha.

Bei einem russischen Luftangriff in der ukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben aus Kiew mindestens 26 Menschen getötet worden. Der Angriff traf demnach eine Schule im Dorf Komyschuwacha, die als Ausgabestelle für Hilfsgüter genutzt wurde. Auch eine nahegelegene Notunterkunft lag in dem betroffenen Gebiet.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem gezielten Angriff. Nach seinen Angaben schlugen zehn gelenkte Bomben in dem Areal ein. Mindestens fünf Menschen wurden demnach verletzt. Gleichzeitig wird weiter in den Trümmern nach Opfern gesucht.
Suche nach Vermissten läuft
Die Lage bleibt unübersichtlich. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters gelten zudem 27 Menschen als vermisst. Komyschuwacha liegt rund 25 Kilometer östlich der Stadt Saporischschja und nur etwas mehr als ein Dutzend Kilometer von der Front entfernt.
- Mindestens 26 Tote
- Mindestens 5 Verletzte
- 27 Vermisste
- Angriff auf ein Hilfsgüter-Verteilzentrum in einer Schule
Selenskyj fordert harte Reaktion
Selenskyj wertete den Angriff als klares Zeichen gegen jede Entspannung im Krieg. Nach der humanitären Feuerpause von Oleschky habe es kurz Hoffnung auf weitere Schritte Richtung Frieden gegeben. Mit der Attacke sende Russland nun jedoch das gegenteilige Signal, so der ukrainische Präsident, der eine starke internationale Reaktion forderte.
Die Region Saporischschja steht seit Monaten immer wieder unter schwerem Beschuss. Erst Mitte Oktober wurden bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja 23 Menschen getötet, darunter auch Minderjährige. Auch Lagergebäude in der Region waren in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Bombardierungen.
Quelle: Tagesschau