Trump droht der Midterm-Dämpfer
Vor den Zwischenwahlen in den USA wächst der Druck auf Donald Trump. Hohe Preise, der Iran-Krieg und steigende Energiekosten könnten den Republikanern Mehrheiten kosten und Washington in ein politisches Patt stürzen.

Foto: Wikimedia Commons / The White House from Washington, DC, Public domain
In den USA werden die Midterms am 3. November 2026 zur heiklen Zwischenbilanz für Präsident Donald Trump. Rund 250 Millionen Wahlberechtigte entscheiden dabei über die Zusammensetzung des Kongresses – und damit auch darüber, wie viel Handlungsspielraum Trump in den kommenden zwei Jahren noch bleibt.
Im Zentrum des Wahlkampfs stehen vor allem die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Zwar hatte das Weiße Haus im Frühjahr noch sinkende Preise für Eier, Milchprodukte, Obst und Sprit hervorgehoben. Inzwischen schildern viele Menschen ihren Alltag jedoch deutlich angespannter. Besonders der Krieg mit Iran hat Kraftstoffe weiter verteuert, dazu kommen in vielen Regionen wachsende Stromkosten.
Preise treiben die Stimmung
Für zusätzlichen Frust sorgen laut Bericht neue Rechenzentren, die enorme Energiemengen benötigen. In Virginia wächst deshalb die Sorge, dass Anwohner am Ende auch den Ausbau der Stromnetze mitbezahlen müssen. Bei einer Bürgerversammlung war sogar von einem möglichen Sprung der monatlichen Stromrechnung von etwa 250 auf rund 850 Dollar die Rede.
- Gewählt werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus
- Im Senat stehen 35 von 100 Sitzen zur Wahl
- Außerdem werden in 36 Bundesstaaten Gouverneure gewählt
Droht jetzt der Stillstand?
In landesweiten Umfragen liegen die Demokraten teils vor den Republikanern. Das heißt jedoch noch nicht automatisch, dass sie beide Kongresskammern erobern. Im Repräsentantenhaus wird jeder Wahlkreis einzeln entschieden, im Senat ist nur gut ein Drittel der Sitze überhaupt im Rennen. Gleichzeitig hält Trump weiter einen festen Kern überzeugter Anhänger hinter sich.
Sollten die Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, könnten die Demokraten zentrale Vorhaben des Präsidenten ausbremsen und neue Untersuchungen gegen seine Regierung anstoßen. Trump wiederum könnte unliebsame Gesetze per Veto blockieren. Genau darin liegt das Risiko dieser Wahl: Statt klarer Verhältnisse könnte in Washington vor allem eines wachsen – der politische Stillstand.
Quelle: Tagesschau