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Politik24. Oktober 2026, 07:02 Uhr · von Redaktion

Trump-Lüge vor Midterms

Vor den US-Zwischenwahlen wächst die Sorge vor neuen Zweifeln am Wahlsystem. Seit seiner Niederlage 2020 verbreitet Donald Trump weiter Betrugsvorwürfe, während nur 37 Prozent der republikanischen Anhänger laut Gallup an faire Wahlen glauben.

Trump-Lüge vor Midterms

Vor den US-Zwischenwahlen wächst die Sorge, dass Donald Trump im Fall republikanischer Niederlagen erneut das Wahlsystem attackieren könnte. Seit seiner verlorenen Präsidentenwahl gegen Joe Biden im Jahr 2020 behauptet Trump, ihm sei der Sieg gestohlen worden. Diese Erzählung hat sich in weiten Teilen der Republikanischen Partei festgesetzt — und beeinflusst inzwischen auch viele Wähler.

Trump streut laut dem Bericht auch jetzt fast täglich neues Misstrauen gegen den Wahlprozess. Die Folge: Selbst Bürger, die ihre Stimme regulär abgeben, fragen sich, ob ihre Wahl am Ende überhaupt zählt. Wie tief das sitzt, zeigt eine aktuelle Zahl: In einer Gallup-Umfrage sagten nur 37 Prozent der befragten republikanischen Anhänger, dass sie an faire Wahlen in den USA glauben.

Demokraten rechnen das Szenario durch

In Washington wird diese Entwicklung offenbar sehr ernst genommen. Führende Demokraten im Senat und im Repräsentantenhaus haben laut Tagesschau bereits durchgespielt, was passieren könnte, wenn Trump neue Niederlagen seiner Partei nicht akzeptiert. Auch Staatsanwälte und Innenminister aller demokratisch regierten Bundesstaaten sollen sich mit diesem Szenario befasst haben.

  • Trump behauptet seit 2020, die Präsidentenwahl verloren zu haben
  • Zweifel werden vor allem bei Niederlagen republikanischer Kandidaten laut
  • Nur 37 Prozent der republikanischen Anhänger glauben an faire Wahlen

Widerspruch aus der eigenen Partei

Allerdings gibt es auch republikanische Stimmen, die Trumps Kurs offen zurückweisen. Kate Brophy McGee, zuständig für die Durchführung von Wahlen in Maricopa County in Arizona, widerspricht dem Vorwurf systematischer Manipulation klar. Sie verweist auf transparente und sichere Abläufe. Auch der scheidende republikanische Abgeordnete Thomas Massey fordert seine Partei auf, beim Thema Wahlen wieder vernünftig zu werden.

Damit zeigt sich kurz vor den Midterms ein bekanntes Muster: Während Trump erneut Zweifel sät, stemmen sich einzelne Republikaner gegen die Erzählung von der angeblich gestohlenen Wahl. Genau darin liegt die politische Brisanz dieser Abstimmung — nicht nur beim Blick auf das Ergebnis, sondern auch auf die Frage, ob es am Ende akzeptiert wird.

Quelle: Tagesschau