Spionage-Verdacht in Brandenburg
In Brandenburg ist ein 53-Jähriger wegen mutmaßlicher Spionage für Russland festgenommen worden. Laut Ermittlern soll der Mann aus dem Raum Eisenhüttenstadt Rüstungsfirmen und Personen rund um Panzer und Munition ausgespäht haben.

Foto: Jakub Hałun / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
In Brandenburg haben Ermittler einen 53 Jahre alten Mann festgenommen, der nach Einschätzung der Behörden für einen russischen Nachrichtendienst gearbeitet haben soll. Der Verdächtige ist ukrainischer Staatsbürger und stammt laut Ermittlern aus der von Russland annektierten Region Luhansk. Festgenommen wurde er im Landkreis Oder-Spree, gelebt haben soll er in Eisenhüttenstadt.
Ermittler sehen gezielten Auftrag
Nach Angaben von Bundesanwaltschaft, Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz soll der Mann spätestens seit Juli 2025 aktiv gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, Firmen und Personen ausgespäht zu haben, die mit Rüstungsproduktion befasst sind. Im Fokus standen demnach vor allem Informationen zu Panzern und Munition für die NATO-Ostflanke.
Für die Ermittler ist der Fall auch deshalb brisant, weil der Verdächtige offenbar nicht wahllos Material gesammelt haben soll. Stattdessen gehen die Behörden davon aus, dass er sehr gezielt und im Auftrag gehandelt hat. Zudem soll er politisch klar auf der Seite Russlands und gegen die Ukraine stehen.
Vorführung in Karlsruhe geplant
Der Festgenommene soll nun dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Die Behörden ordnen den Fall in eine Reihe weiterer Ermittlungen der vergangenen Monate ein, bei denen es um mutmaßliche russische Spionage und Sabotage ging.
- Festnahme am Morgen in Brandenburg
- Wohnort des Verdächtigen: Eisenhüttenstadt
- Vorwurf: Ausspähen von Rüstungsfirmen und Kontaktpersonen
- Nächster Schritt: Vorführung vor den Bundesgerichtshof
Im Zusammenhang mit diesen Entwicklungen verweisen Ermittler auch auf andere Vorfälle, darunter eine mit Sprengstoff versehene Drohne am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August. Der neue Zugriff in Brandenburg zeigt aus Sicht der Behörden, wie ernst sie die Bedrohung durch mutmaßliche russische Spionage inzwischen einstufen.
Quelle: Tagesschau