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Politik3. November 2026, 15:02 Uhr · von Redaktion

Raketen treffen Klinik in Charkiw

Russland hat die Ukraine erneut massiv angegriffen. In Charkiw wurden bei einem Treffer auf ein Krankenhaus laut regionaler Staatsanwaltschaft mindestens 73 Menschen verletzt, auch Energieanlagen im Land wurden schwer beschädigt.

Raketen treffen Klinik in Charkiw

Foto: Ekaterina Polischuk / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Russland hat seine Angriffe auf die Ukraine mit neuer Wucht fortgesetzt. Nach ukrainischen Angaben kamen bei der jüngsten Angriffswelle zahlreiche Raketen, Marschflugkörper und Kampfdrohnen zum Einsatz. Besonders hart traf es die Großstadt Charkiw: Dort wurden bei einem Angriff auf ein Krankenhaus laut regionaler Staatsanwaltschaft mindestens 73 Menschen verletzt. Zudem mussten 226 Patientinnen und Patienten in andere Kliniken gebracht werden.

Krankenhäuser und Stromnetz unter Beschuss

Nicht nur in Charkiw, auch in Dnipro gab es Schäden an einer medizinischen Einrichtung. Nach Angaben aus der Region wurde dort ein Mensch getötet und 17 weitere verletzt. In dem betroffenen Gebäude seien zum Zeitpunkt des Angriffs rund 100 Menschen behandelt worden. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.

Im Mittelpunkt der Angriffe standen nach Angaben beider Kriegsparteien aber vor allem ukrainische Energieanlagen. Das russische Verteidigungsministerium sprach von gezielten Treffern auf Wärmekraftwerke in mehreren Gebieten sowie auf Umspannwerke. Der ukrainische Energieversorger DTEK teilte mit, dass drei Kraftwerke wegen massiver Schäden keinen Strom mehr erzeugen könnten.

  • In der Region Schytomyr waren am Morgen mehr als 180.000 Haushalte ohne Strom.
  • Betroffen waren nach offiziellen Angaben rund 130 Ortschaften.
  • Die ukrainische Luftwaffe meldete den Einsatz von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und 289 Kampfdrohnen.

Auch nach dem Angriff vom Montag steigt die Opferzahl

Schon am Montag hatte ein russischer Angriff auf eine Schule in Komyschuwacha bei Saporischschja schwere Folgen. Das Gebäude diente als Verteilzentrum für Hilfsgüter. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach inzwischen von 31 Todesopfern. Außerdem gebe es die Sorge, dass noch weitere Menschen unter den Trümmern liegen. Unter den Toten sollen laut Rettungskräften auch zwei Helfer und vier Polizisten sein, die bei einer zweiten Angriffswelle ums Leben kamen. Selenskyj ist unterdessen zu einem Besuch in Berlin eingetroffen.

Quelle: Tagesschau