JETZT LIVE
Musik & Film31. Oktober 2026, 13:02 Uhr · von Redaktion

Portmans Star-Wars-Lektion

Natalie Portman hat in Harper’s Bazaar auf ihre Karriere zurückgeblickt. Die Schauspielerin sagt, die harte Kritik an Star Wars habe sie angespornt, sich als Darstellerin immer wieder neu zu beweisen.

Portmans Star-Wars-Lektion

Foto: moviejones_de

Natalie Portman hat auf ihre Karriere mit ungewöhnlicher Offenheit zurückgeblickt. Im Gespräch mit Harper’s Bazaar sprach die Oscar-Preisträgerin darüber, wie frühe Rollen, öffentliche Etiketten und vor allem die Erfahrungen rund um Star Wars sie geprägt haben. Ihr Fazit: Gerade die schwierigen Phasen seien für sie eine wichtige Lektion gewesen.

Frühe Rollen und heikle Wahrnehmung

Besonders eindrücklich schildert Portman ihre ersten Jahre im Filmgeschäft, die sie selbst als eine Art „Lolita-Phase“ beschreibt. Gemeint sind Rollen wie in Léon - Der Profi, aber auch in Beautiful Girls, in denen sehr junge Figuren in emotional aufgeladene Beziehungen zu deutlich älteren Männern geraten. Dazwischen stand sie auch für Heat vor der Kamera, wo ihre Figur in einer düsteren Szene versucht, sich das Leben zu nehmen.

Portman macht deutlich, dass diese frühen Filme ihre Außenwirkung stark mitgeprägt haben. Später sei sie dann wieder in andere Schubladen gesteckt worden: nach ihrem Harvard-Abschluss als Intellektuelle, nach Black Swan als Perfektionistin. Gerade gegen solche festen Bilder habe sie immer wieder angearbeitet.

Star Wars als Wendepunkt

Ab 1997 drehte Portman George Lucas’ Prequel-Trilogie, also Die dunkle Bedrohung, Angriff der Klonkrieger und Die Rache der Sith. An den Kinokassen waren die Filme ein großer Erfolg, bei Kritik und Teilen des Publikums mussten sie aber teils heftig einstecken. Portman erinnert sich an Vorwürfe, das Franchise ruiniert zu haben, und an harsche Urteile über die schauspielerischen Leistungen.

  • frühe Prägung durch kontroverse Rollen
  • öffentliche Kritik nach den Star-Wars-Filmen
  • bewusster Versuch, Erwartungen zu unterlaufen

Rückblickend sagt Portman, sie habe Glück gehabt, trotz dieser frühen Gegenreaktionen eine so große Laufbahn aufbauen zu können. Die Kritik habe sie eher angetrieben, das Publikum mit den nächsten Filmen vom Gegenteil zu überzeugen. Genau daraus entstand offenbar ihr Anspruch, sich nie auf ein einziges Image festlegen zu lassen.

Auch das Interesse an ihrer Person wurde ihr zeitweise zu viel. Während ihrer Schwangerschaften in New York und Los Angeles sei sie täglich von Paparazzi verfolgt worden. Das war für Portman ein wichtiger Grund, vor rund zehn Jahren nach Paris zu ziehen. Ihre Filmografie zeigt seither umso deutlicher, wie breit sie sich aufgestellt hat – von Blockbustern bis zu anspruchsvollen Dramen und Komödien.

Quelle: moviejones_de