Filmikone Regina Ziegler tot
Die deutsche Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler ist im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben. Mit mehr als 500 Produktionen und mehreren großen Auszeichnungen prägte sie die Branche über Jahrzehnte.

Foto: Wikimedia Commons / Superbass, CC BY-SA 4.0
Die deutsche Produzentin Regina Ziegler ist tot. Wie ein Sprecher von Ziegler Film der dpa bestätigte, starb sie im Alter von 82 Jahren in Berlin. Zuvor hatte die "Bild" darüber berichtet. Ziegler galt über viele Jahrzehnte als eine der prägendsten Persönlichkeiten im deutschen Film- und Fernsehgeschäft.
Geboren wurde sie am 8. März 1944 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Ihre Laufbahn begann Mitte der 1960er Jahre als Produktionsassistentin beim damaligen Sender Freies Berlin. Dort lernte sie auch den Regisseur Wolf Gremm kennen, der später ihr Ehemann wurde. Ein wichtiger Karriereschritt folgte 1973: Ziegler finanzierte seinen ersten Kinofilm "Ich dachte, ich wäre tot", der mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde.
Mehr als 500 Produktionen
Im selben Jahr machte sie sich mit ihrer eigenen Firma selbstständig. Mit nur 29 Jahren gründete sie ihre Produktionsfirma und setzte sich damit in einer damals stark von Männern geprägten Branche durch. Im Laufe von mehr als 50 Berufsjahren entstanden unter ihrer Führung über 500 Filme, darunter viele preisgekrönte Produktionen für Kino und Fernsehen.
- Jury-Preis in Cannes für "Malou" (1980)
- Adolf-Grimme-Preis für den Dokumentarfilm "November Days" (1990)
- Erfolge mit der ARD-Serie "Weissensee"
- Oscar-Nominierung für die Produktion "The Dutch Master"
Preise für ein Lebenswerk
Ziegler sammelte im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch den Deutschen Filmpreis und einen International Emmy. Besonders oft wurde sie für ihr Lebenswerk geehrt: 1999 mit dem Adolf-Grimme-Preis, 2016 mit der Ehren-Lola der Deutschen Filmakademie. Auch 2012 und 2018 erhielt sie namhafte Ehrungen für ihr Schaffen.
Mit Produktionen wie "Weissensee" oder der Verfilmung des Musicals "Ich war noch niemals in New York" blieb Regina Ziegler bis zuletzt ein fester Name der Branche. Ihr Werk steht für eine außergewöhnlich lange und erfolgreiche Karriere im deutschen Film und Fernsehen.
Quelle: Tagesschau