Hitze stoppt US-Feier in Washington
Zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit fallen in Washington Teile der Feierlichkeiten aus. Extreme Temperaturen legten die traditionelle Parade lahm, auch ein Festgelände musste zeitweise schließen.

Die Hitzewelle im Osten der USA hat die Feiern zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit deutlich beeinträchtigt. In Washington wurde die traditionelle Parade zum Unabhängigkeitstag abgesagt. Die Veranstalter begründeten den Schritt mit extremer Hitze.
Auch auf der National Mall kam es zu Problemen: Das dort laufende Event „Great American State Fair“ wurde vorübergehend geschlossen, nachdem mehrere Menschen zusammengebrochen waren. Die große Rasenfläche zwischen Kapitol und Washington-Denkmal zählt zu den zentralen Schauplätzen der Feierlichkeiten in der US-Hauptstadt.
Gefühlte 43 Grad
Für Washington wurden Temperaturen von mehr als 38 Grad vorausgesagt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit könnte es sich sogar wie bis zu 43 Grad anfühlen. Trotz der gefährlichen Wetterlage wollte US-Präsident Donald Trump an seiner für den Abend geplanten Rede festhalten.
Bereits am Vorabend hatte Trump bei einem Auftritt am Mount Rushmore in South Dakota innenpolitische Töne angeschlagen. Dort warnte er vor kommunistischem Gedankengut und stellte dem Patriotismus gegenüber. Zugleich zeichnete er die USA als Nation, die sich auf Gott berufe, und lobte die Rolle des Landes in der Welt.
Ausgelöst wurde die Hitzewelle laut Bericht durch eine sogenannte Hitzekuppel. Dabei bleibt ein großräumiges Hochdruckgebiet über einer Region liegen und hält die heiße Luft wie unter einem Deckel fest. Solche Wetterlagen sind nicht neu, führen durch den Klimawandel aber inzwischen häufiger zu besonders extremen Temperaturen.