Freddie Mercury bleibt Legende
Zum 80. Geburtstag von Freddie Mercury rückt ein neues Buch den Queen-Frontmann erneut ins Rampenlicht. „Ein Leben in Songs“ zeigt anhand handschriftlicher Texte, wie aus Farrokh Bulsara eine unvergessliche Popikone wurde.

Foto: Wikimedia Commons / Llez, CC BY-SA 3.0
Freddie Mercury wäre am 5. September 1946 geborener Popstar mit 80 Jahren noch immer eine der schillerndsten Figuren der Musikgeschichte. Der Sänger von Queen steht bis heute für große Gesten, eine unverwechselbare Bühnenpräsenz und eine Stimme, die sich mühelos zwischen Rock, Pop und Oper bewegte.
Geboren wurde Mercury als Farrokh Bulsara auf Sansibar, das damals unter britischer Verwaltung stand und heute zu Tansania gehört. Schon als Kind kam er ins Internat nach Indien, wo er Klavier lernte, in einer Schulband spielte und den Namen Freddie annahm. Nach der Revolution auf Sansibar floh seine Familie 1964 nach Großbritannien. In London fand der junge Einwanderer schließlich den Raum, in dem sich sein künstlerischer Drang voll entfalten konnte.
Vom Außenseiter zur Pop-Ikone
In der britischen Hauptstadt studierte Mercury Kunst und Grafikdesign, spielte in verschiedenen Bands und traf jene Musiker, mit denen er Musikgeschichte schreiben sollte. 1970 wurde Queen gegründet, 1974 gelang mit „Killer Queen“ der Durchbruch. Ein Jahr später folgte mit „Bohemian Rhapsody“ jener Song, der bis heute als einer der wichtigsten Titel der Popgeschichte gilt.
- Bandkollegen: Brian May, Roger Taylor, John Deacon
- Welthits: „We Will Rock You“, „We Are the Champions“, „Radio Ga Ga“
- Markenzeichen: Showtalent, Klavierspiel und eine Stimme über dreieinhalb Oktaven
Ein neues Buch blickt hinter die Kulissen
Wie Mercury arbeitete, zeigt nun das neu erschienene Buch „Ein Leben in Songs“. Die darin versammelten Textfragmente stammen aus seinen persönlichen Notizbüchern. Ausgewählt wurden sie von Mary Austin, seiner früheren Verlobten und späteren engen Vertrauten. In Mercurys ehemaligem Londoner Haus Garden Lodge entdeckte sie zahlreiche Hefte, die nun Einblicke in seinen kreativen Prozess geben.
Die handschriftlichen Entwürfe zeichnen das Bild eines Künstlers, der an Formulierungen feilte, Zeilen verwarf und seine Ideen immer wieder neu drehte. So lebt Mercury nicht nur durch seine Auftritte und Hits weiter, sondern auch durch das, was zwischen den Zeilen seiner Notizbücher sichtbar wird: der kompromisslose Wille, aus Songs etwas Zeitloses zu machen.
Quelle: ORF