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Musik & Film5. September 2026, 19:00 Uhr · von Redaktion

Frauen-Protest in Venedig

Bei den Filmfestspielen in Venedig protestierten Aktivistinnen gegen die geringe Zahl von Regisseurinnen im Wettbewerb. Nur 2 von 21 Filmen stammen von Frauen.

Frauen-Protest in Venedig

Foto: Facquis / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Vor dem Palazzo del Cinema am Lido haben Aktivistinnen bei den Filmfestspielen in Venedig ein sichtbares Zeichen gesetzt: Mit Fächern machten sie auf die geringe Zahl von Frauen im Hauptwettbewerb aufmerksam. Der Vorwurf ist klar: Von 21 Wettbewerbsfilmen wurden in diesem Jahr nur zwei von Regisseurinnen ins Rennen geschickt.

Hashtags gegen die Schieflage

Die Protestaktion läuft unter den Hashtags #SoloUna und #Oneisnotenough. Schon bei der Präsentation des Festivalprogramms war die ungleiche Verteilung Thema in der Branche. Nun bekommt die Debatte direkt vor Ort neuen Druck.

Im Wettbewerb vertreten ist unter anderem die dänische Regisseurin May el-Toukhy mit ihrem Film „Woman Unknown“. Aus dem Umfeld des Festivals heißt es, der Beitrag zähle zu den besonders aussichtsreichen Titeln der diesjährigen Auswahl.

Zweite Regisseurin kam erst später dazu

Als zweite Filmemacherin kam kurzfristig Rachel Szor hinzu. Gemeinsam mit dem israelischen Journalisten und Aktivisten Yuval Abraham realisierte sie den Dokumentarfilm „NAZA“ über Gaza. Der Film wurde erst nachträglich ins Programm aufgenommen.

  • Festival läuft noch bis 12. September
  • Protestort: Palazzo del Cinema am Lido
  • Unterstützt von Cinema e donne aus Florenz
  • Außerdem beteiligt: Assemblea delle lavoratrici del cinema

Hinter der aktuellen Aktion steht die Kampagne von Cinema e donne aus Florenz. Unterstützt wird sie vom Kollektiv Assemblea delle lavoratrici del cinema, einem Zusammenschluss von Frauen aus der italienischen Filmbranche. Ihr Ziel: Die Unterrepräsentation von Regisseurinnen bei großen Festivals erneut ins Zentrum der Diskussion rücken.

Quelle: ORF