TV-Streich löst Skandal aus
In Dänemark sorgt ein TV-Format für Empörung: Comedian Rasmus Wallbridge wurde laut Berichten über vier Monate von rund 150 Eingeweihten getäuscht und mit versteckter Kamera gefilmt. Sender TV2 zog die Sendung inzwischen zurück.

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Ein Fernsehstreich in Dänemark hat eine breite Debatte über die Grenzen von Unterhaltung ausgelöst. Im Mittelpunkt steht der Comedian Rasmus Wallbridge, der nach eigenen Vorstellungen an seinem ersten großen Spielfilm arbeitete – bis sich herausstellte, dass das gesamte Projekt Teil einer TV-Produktion war.
Der Sender TV2 hatte daraus die sechsteilige Sendung „Alle lieben Rasmus“ gemacht. Wallbridge wurde demnach über einen Zeitraum von vier Monaten in dem Glauben gelassen, für eine Produktionsfirma an einem echten Film zu arbeiten. Erst bei einer Vorführung in einem Kinosaal erfuhr er, dass Treffen, Gespräche und Geschäftsbeziehungen inszeniert waren und viele Beteiligte als Schauspieler mitwirkten.
Monatelange Täuschung sorgt für Kritik
Besonders heftig fällt die Reaktion aus, weil laut Bericht fast 150 Menschen in den Plan eingeweiht waren. Dazu kamen Aufnahmen mit versteckter Kamera. In Dänemark wurde das Format deshalb als grenzüberschreitend und verantwortungslos kritisiert. Ein Psychologe warnte im Interview mit dem Sender DR, dass eine so lange und umfassende Täuschung für den Betroffenen ernsthafte Folgen haben könne.
- vier Monate Täuschung
- fast 150 Eingeweihte
- sechsteilige TV-Produktion
- versteckte Kamera bei Treffen und Gesprächen
Sender zieht Konsequenzen
Nach der massiven Kritik nahm TV2 das Programm aus der eigenen Mediathek und kündigte eine interne Untersuchung an. Programmdirektorin Ulla Pors räumte ein, dass der Sender schwere Fehler gemacht habe. Die Sendung hätte ihrer Aussage nach nie in Auftrag gegeben und auch nicht ausgestrahlt werden dürfen.
Zusätzlich geriet die Produktion weiter unter Druck, weil in der entscheidenden Auflösungsszene laut Bericht die Tonspur verändert worden sein soll. Dadurch ist unklar, wie Wallbridge in diesem Moment tatsächlich reagierte. Der Comedian selbst meldete sich inzwischen auf Instagram zu Wort. An der öffentlichen Debatte wolle er sich derzeit nicht beteiligen. An TV2 richtete er aber eine klare Botschaft: Solche Formate sollten künftig lieber nicht mehr geplant werden.
Quelle: Tagesschau