Rebel Wilson siegt mit Makel
Rebel Wilson hat vor dem Supreme Court in New South Wales einen Großteil ihrer Forderungen durchgesetzt. Überschattet wird das Urteil aber von Feststellungen zu anonymen Schmähseiten gegen Produzentin Amanda Ghost.

Foto: promiflash
Rebel Wilson hat in ihrem Rechtsstreit mit der Produktionsfirma AI Film einen wichtigen Teilerfolg erzielt. Der Oberste Gerichtshof des australischen Bundesstaates New South Wales sprach der Schauspielerin und ihrer Firma Camp Sugar Productions 359.000 australische Dollar an ausstehenden Honoraren zu. Ganz als klarer Triumph lässt sich das Urteil aber nicht lesen.
Gericht sieht böswillige Kampagne
Richterin Elizabeth Peden kam in ihrer Entscheidung zu dem Schluss, dass Wilson im Streit um ihr Regiedebüt „The Deb“ die US-Krisen-PR-Agentur The Agency Group bezahlt habe, damit nicht zurückverfolgbare Webseiten mit falschen und böswilligen Behauptungen über Produzentin Amanda Ghost online gehen. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass damit gezielt negative Aufmerksamkeit auf Ghost gelenkt werden sollte und Wilson ihre Beteiligung später mehrfach abgestritten habe.
Besonders brisant: Auf den anonymen Seiten wurde Ghost laut Urteil massiv diffamiert. Für den Vorwurf von AI Film, Wilson habe die Veröffentlichung von „The Deb“ sabotiert und dem Unternehmen finanziell wie auch beim Ruf geschadet, reichten diese Feststellungen dem Gericht jedoch nicht aus.
Nur symbolischer Schadenersatz
Ganz ohne Folgen blieb der Prozess für Wilson dennoch nicht. Wegen vertragswidriger Social-Media-Beiträge erhielt eine eigens für den Film gegründete Produktionsgesellschaft lediglich zehn australische Dollar symbolischen Schadenersatz.
- 359.000 australische Dollar für Wilson und Camp Sugar Productions
- 10 australische Dollar symbolischer Schadenersatz für die Gegenseite
- Über die Verfahrenskosten ist noch nicht entschieden
Kurz nach dem Urteil meldete sich Wilson selbst auf Instagram zu Wort. Zu einem Foto ihres Abschlusses in Rechtswissenschaften schrieb sie sinngemäß, sie habe nun zwei Klagen und zwei Siege verbucht. Genau dieser Jubel dürfte aber diskutiert werden: Finanziell war das Verfahren für sie erfolgreich, die gerichtlichen Feststellungen zu den Schmähseiten werfen jedoch einen langen Schatten auf den Ausgang des Falls.
Quelle: promiflash