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Politik22. Oktober 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Raketen treffen Kiew erneut

In der Nacht ist Kiew erneut mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mindestens 15 Verletzte, beschädigte Wohnhäuser und Schäden an einer Brücke über den Dnipro.

Raketen treffen Kiew erneut

Foto: Wikimedia Commons / Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut Ziel russischer Angriffe geworden. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurde am späten Abend zunächst die höchste Alarmstufe ausgelöst, kurz darauf folgte der Hinweis auf mehrere anfliegende ballistische Raketen. Über der Stadt waren laut Medienberichten Explosionen zu hören.

Mindestens 15 Verletzte

Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von mindestens 15 Verletzten. Demnach wurden auf dem östlichen Ufer des Dnipro mehrere Wohnhäuser sowie eine Tankstelle durch herabfallende Trümmer beschädigt. Klitschko erklärte zudem, es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Menschen aus den betroffenen Gebäuden gerettet werden müssten. Ein vollständiger Überblick über das Ausmaß der Schäden lag zunächst nicht vor.

Im Laufe der Nacht folgten weitere Alarmmeldungen. Etwa anderthalb Stunden nach der ersten Angriffswelle gab es eine zweite Phase des Beschusses, zunächst ohne gemeldete Einschläge. Das könnte auf eine erfolgreiche Abwehr hindeuten. Gegen 2 Uhr Ortszeit berichteten Medien dann erneut von Einschlägen und Explosionen. Der Raketen- und Drohnenalarm erfasste zwischenzeitlich fast die gesamte Ukraine.

Auch Brücke beschädigt

Später teilte Klitschko mit, dass auch Teile einer U-Bahn-Brücke getroffen oder beschädigt worden seien. Betroffen sei die Südbrücke über den Fluss Dnipro. Bereits in der Nacht zuvor war Kiew nach offiziellen Angaben von russischen Drohnen attackiert worden.

  • Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew
  • Mindestens 15 Verletzte gemeldet
  • Wohnhäuser, Tankstelle und Teile einer Brücke beschädigt

In den vergangenen Tagen war die Stadt wiederholt unter Beschuss geraten. In der vergangenen Woche hatte es laut Bericht mehrere Angriffe mit ballistischen Raketen gegeben, bei denen der Luftalarm in Kiew verspätet ausgelöst worden war. Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte damals, dass es keine rechtzeitigen Warnungen ausländischer Verbündeter gegeben habe. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

Quelle: Tagesschau