Mbappe bittet China um Verzeihung
Kylian Mbappe hat sich nach umstrittenen Aussagen über Mao Zedong entschuldigt. In China beendeten mehrere Sponsoren die Zusammenarbeit, zudem wurde die Übertragung von Spielen der spanischen Liga vorerst gestoppt.

Kylian Mbappe steht in China massiv unter Druck. Nach einer umstrittenen Bemerkung über Mao Zedong haben mehrere chinesische Sponsoren ihre Zusammenarbeit mit dem französischen Fußballstar beendet. Kurz darauf legte der Stürmer von Real Madrid mit einer öffentlichen Entschuldigung nach.
Mbappe erklärte am Dienstag, seine Aussage sei unbedacht gewesen. Ihm sei inzwischen klar, dass er damit viele Menschen in China und in chinesischen Gemeinschaften weltweit verletzt habe. Er betonte, dass das nie seine Absicht gewesen sei, und unterstrich seinen Respekt für das chinesische Volk und dessen Geschichte. Auch die spanische Liga meldete sich zu Wort und bedauerte die Verärgerung unter chinesischen Fans.
Meme und Interview als Auslöser
Auslöser der Aufregung war ein Interview mit der französischen Onlinetalkshow „The Bridge“. Dort soll Mbappe ein Meme erwähnt haben, auf dem sein Gesicht auf das eines chinesischen Diktators montiert worden sei. Das Originalvideo ist auf dem YouTube-Kanal der Sendung derzeit nicht verfügbar, außerdem ist unklar, wann das Gespräch erstmals veröffentlicht wurde. Im Netz kursieren allerdings seit Jahren Fotomontagen, die den 27-jährigen Offensivspieler in der Rolle historischer Machtfiguren zeigen.
Die Debatte nahm Fahrt auf, nachdem das chinesische Fußballforum Dongqiudi die Aussagen am Montagabend als unangebracht und verletzend kritisiert hatte. Danach verbreiteten sich Screenshots des Clips und des Memes rasch in chinesischen sozialen Netzwerken.
Sponsoren springen ab
Besonders spürbar sind die Folgen im Werbemarkt. Diese Unternehmen kündigten das Aus der Partnerschaft an:
- Dongpeng
- Mengniu
- Xiaohongshu
Die Firmen beriefen sich dabei auf eine Nulltoleranz-Linie gegenüber Äußerungen, die nationale Gefühle verletzten. Ob Mbappes Entschuldigung die Lage entschärft, bleibt offen. Fest steht: Die Affäre hat bereits größere Kreise gezogen, denn die Übertragung von Spielen der spanischen Liga in China wurde vorerst ausgesetzt.
Quelle: ORF