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Sport6. November 2026, 11:00 Uhr · von Redaktion

LIV-Tour macht endgültig dicht

Die umstrittene Golf-Serie LIV beendet nach knapp fünf Jahren ihren Spielbetrieb. Nach Sponsor-Rückzug, Insolvenzantrag und dem Ausstieg mehrerer Stars ist für die 2022 gestartete Liga Schluss.

LIV-Tour macht endgültig dicht

Foto: krone

Die Golf-Serie LIV stellt ihren Betrieb ein. Knapp fünf Jahre nach dem Start ist damit Schluss für die Liga, die 2022 mit gewaltigen Summen aus Saudi-Arabien aufgebaut wurde und als Konkurrenz zur PGA Tour und zur DP World Tour antrat.

LIV-Chef Scott O’Neil verabschiedete das Projekt mit einem positiven, aber endgültigen Fazit. Zuvor hatten mehrere bekannte Namen bereits signalisiert, dass sie bei einer möglichen Neuauflage nicht mehr mitziehen würden. Dazu gehörten Jon Rahm, Sergio Garcia, Louis Oosthuizen und Tyrrell Hatton. Gerade dieser prominente Aderlass wurde für die geplante Zukunft der Tour zum massiven Problem.

Finanzielle Rettung platzte

Den Ausschlag gab letztlich die wirtschaftliche Lage. Der neue Hauptsponsor, der LIV aus der Krise führen sollte, zog sich zurück. Dabei war vorgesehen, dass bis zu 300 Millionen US-Dollar in eine neue Version der Tour fließen. Für 2027 waren laut den Plänen mindestens zehn Turniere vorgesehen. Die Liga ging davon aus, dass bis zu 30 Profis an Bord bleiben könnten – nach den Absagen mehrerer Stars fehlten jedoch die Zugpferde.

  • Start der Serie: 2022
  • Geplante Turniere 2027: mindestens 10
  • Geplantes Investment: bis zu 300 Millionen US-Dollar
  • Insolvenzantrag: im September

Milliardenprojekt ohne Zukunft

Die Krise hatte sich schon länger angebahnt. Im April änderte der saudi-arabische Staatsfonds PIF seine Strategie und kündigte an, LIV nach der Saison 2026 nicht mehr weiter zu finanzieren. Im September folgte schließlich der Insolvenzantrag. Über die Jahre soll der Fonds die Serie mit bis zu rund fünf Milliarden Dollar unterstützt haben.

Zu Beginn hatte LIV zahlreiche prominente Golfer mit teils dreistelligen Millionensummen angelockt, darunter Dustin Johnson, Brooks Koepka, Bryson DeChambeau, Phil Mickelson, Rahm und Garcia. Auch Österreichs Bernd Wiesberger war Teil der Tour. Nun endet eines der aufsehenerregendsten und umstrittensten Golf-Projekte der vergangenen Jahre endgültig.

Quelle: krone