Erfurt schockt Dresden
Historischer Sieg für Schwarz-Weiß Erfurt: Die Thüringer Volleyballerinnen bezwingen den Dresdner SC erstmals überhaupt mit 3:2. Für Meister Suhl endet derweil gegen Schwerin eine Heimserie von 16 Erfolgen.

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Schwarz-Weiß Erfurt hat in der Volleyball-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt: Das Team von Pablo Sanchez setzte sich am Mittwochabend vor 746 Zuschauern erstmals in seiner Geschichte gegen den Dresdner SC durch. Am Ende stand ein umkämpftes 3:2, mit dem Erfurt dem sechsmaligen deutschen Meister einen empfindlichen Dämpfer verpasste.
Die Partie verlief über weite Strecken offen und intensiv. Erfurt ließ im ersten Satz zwar zunächst einen Fünf-Punkte-Vorsprung liegen, blieb danach aber nervenstark, wehrte Satzbälle ab und holte sich den Durchgang noch. Dresden fand insgesamt nur selten zu einem stabilen Spiel. Vor allem in der Annahme und beim Aufschlag leisteten sich die Gäste zu viele Fehler, dazu kamen Unsicherheiten im Zusammenspiel.
Ex-Dresdnerin macht den Coup perfekt
Der DSC kämpfte sich trotz des zwischenzeitlichen 1:2-Rückstands noch einmal in die Partie zurück und erzwang den Tiebreak. Dort lief bei den Gästen dann allerdings kaum noch etwas zusammen. Erfurt nutzte das konsequent aus und brachte den Entscheidungssatz deutlich nach Hause. Nach 135 Minuten verwandelte ausgerechnet Lina-Marie Lieb, einst selbst in Dresden ausgebildet, den dritten Matchball. Bemerkenswert: Insgesamt sechs Erfurter Spielerinnen haben ihre Ausbildung ganz oder teilweise beim DSC absolviert.
- Erfurts Sieg: 3:2 gegen den Dresdner SC
- Premiere: erster Erfolg überhaupt gegen Dresden
- Entscheidung: Tiebreak klar mit 15:7
Suhl erlebt bitteren Heimabend
Weniger Grund zur Freude hatte der VfB Suhl. Der Doublesieger kassierte gegen den SSC Schwerin eine klare 0:3-Niederlage und zeigte dabei über weite Strecken eine enttäuschende Leistung. Schon im ersten Satz setzten sich die Gäste früh ab, auch im zweiten Durchgang zog Schwerin schnell davon. Suhl fand kaum Mittel, um das Spiel noch zu drehen.
Im dritten Satz hielt der Meister zunächst noch mit, doch spätestens beim 20:12 für Schwerin war die Begegnung entschieden. Für die Thüringerinnen endet damit eine starke Serie: Es war die erste Heimniederlage nach zuvor 16 Heimsiegen. Für Dresden geht es bereits am Samstag weiter - dann wartet in eigener Halle ausgerechnet Vorjahresmeister Suhl.
Quelle: mdr