Braathen rast allen davon
Lucas Pinheiro Braathen gewinnt den Riesenslalom in Sölden in 1:44,72 Minuten. Loïc Meillard und Marco Odermatt komplettieren zum Weltcup-Auftakt das Podest, während die Norweger hinterherfahren.

Foto: Wikimedia Commons / Dispe, CC0
Lucas Pinheiro Braathen hat den Weltcup-Auftakt im Riesenslalom in Sölden dominiert. Der Brasilianer setzte sich auf verkürzter Strecke am Rettenbachgletscher in 1:44,72 Minuten durch und nahm der Konkurrenz fast eine halbe Sekunde und mehr ab. Grund für die verkürzte Strecke war der Wind, der einen Start von ganz oben unmöglich machte.
Hinter Braathen landeten die Schweizer Loïc Meillard und Marco Odermatt nahezu zeitgleich auf dem Podest. Meillard wurde mit 0,48 Sekunden Rückstand Zweiter, Odermatt folgte nur eine Hundertstel dahinter auf Rang drei. Für Meillard war es das erste Podium in Sölden überhaupt – und das ausgerechnet in seinem ersten Rennen als Vater. Odermatt sammelte in seinem 200. Weltcuprennen bereits den 103. Podestplatz.
Schweizer dahinter ohne Exploit
Abseits des Spitzentrios blieb das Schweizer Team unter seinen Möglichkeiten. Thomas Tumler rettete sich nach einem schwierigen ersten Lauf noch auf Rang 23, Lenz Hächler wurde 25. und holte damit zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere Weltcup-Punkte. Nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnten sich Fadri Janutin, Luca Aerni, Gino Caviezel und Giuliano Fux.
- 23. Thomas Tumler (+1,89)
- 25. Lenz Hächler (+2,14)
- Caviezel, Aerni, Janutin und Fux ohne Final
Norweger mit Masse statt Klasse
Sechs Norweger standen zwar im Finale, ganz vorne tauchte aber keiner auf. Bester Fahrer aus dem Team war Eirik Hystad Solberg auf Platz acht, Rasmus Bakkevig wurde 14. Für die prominenteren Namen lief es deutlich schlechter: Henrik Kristoffersen fiel im Finale noch auf Rang 22 zurück, Atle Lie McGrath schied im zweiten Lauf früh aus und Timon Haugan war bereits im ersten Durchgang hängen geblieben. Alexander Steen Olsen fehlte wegen anhaltender Knieprobleme ganz.
Auch Marco Schwarz erwischte keinen guten Start in die neue Saison. Der 31-Jährige rutschte schon nach wenigen Toren weg und verpasste die Punkteränge klar. Für die Riesenslalom-Fahrer geht es nach dem Auftakt nun erst Ende November in Copper Mountain weiter.
Quelle: SRF