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Sport22. Oktober 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Braathen jagt Odermatt

Lucas Pinheiro Braathen greift nach Rang zwei im Gesamtweltcup jetzt ganz oben an. Vor dem Saisonstart in Sölden setzt der 26-Jährige für Brasilien neu auf den Super-G, um Marco Odermatt stärker unter Druck zu setzen.

Braathen jagt Odermatt

Foto: tagblatt

Lucas Pinheiro Braathen will mehr als nur die Rolle des auffälligen Außenseiters im Ski-Weltcup. Der 26-Jährige, der seit seinem Comeback für Brasilien startet, nimmt nach Platz zwei im Gesamtweltcup nun den ganz großen Coup ins Visier: Er will Marco Odermatt im Kampf um die große Kristallkugel ernsthaft fordern.

Vor dem Saisonauftakt in Sölden macht Braathen keinen Hehl daraus, dass er den nächsten Schritt gehen will. Der Brasilianer gilt zwar als schillernde Figur mit großer Wirkung abseits der Piste, sportlich ist seine Entwicklung aber ebenso bemerkenswert. Seit dem Wechsel von Norwegen zu Brasilien schrieb er mehrfach Geschichte – unter anderem als erster Brasilianer auf dem Podest und als erster Sieger im Weltcup. Dazu kommt Olympiagold.

Neuer Plan für den Angriff

Um im Gesamtweltcup noch näher an Odermatt heranzurücken, hat Braathen seine Vorbereitung umgebaut. Künftig soll neben Slalom und Riesenslalom auch der Super-G eine wichtigere Rolle spielen. Dafür reiste er erstmals nach Chile, weil er dort passendere Bedingungen für diese Disziplin vorfand.

  • Letzte Saison: Rang zwei im Gesamtweltcup
  • Neue Ausrichtung: mehr Fokus auf Super-G
  • Ziel: Odermatt über eine ganze Saison attackieren

Braathen betont, dass er sich vor allem täglich verbessern wolle – als Athlet und als Mensch. Konkrete Ziele seien für ihn dennoch wichtig, weil sie den Anspruch hochhalten. Hinter den teils weit ausholenden Formulierungen steckt also ein klarer sportlicher Ehrgeiz: Er will an die Spitze.

Kann er die Dominanz brechen?

Dass Braathen Odermatt schlagen kann, hat er bereits gezeigt – etwa im olympischen Riesenslalom oder auch in der Riesenslalom-Wertung. Die Frage ist nun, ob das auch über die komplette Saison gelingt. Mit dem zusätzlichen Super-G-Fokus will er genau dort ansetzen. Seine Botschaft ist eindeutig: Der fünffache Gesamtweltcup-Sieger soll diesmal nicht ungestört davonfahren.

Quelle: tagblatt