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Musik & Film6. September 2026, 13:01 Uhr · von Redaktion

Baschis Mutter packt aus

Baschi und seine Mutter Monika Bürgin sprechen in der Doku „Sebastian & Monika“ offen über Ruhm, Familiengeschichte und eine schwierige Phase mit Alkohol vor Konzerten. Der Film ist ab 4. September bei Play SRF zu sehen.

Baschis Mutter packt aus

Foto: Wikimedia Commons / LigaDue, CC BY-SA 4.0

Baschi wurde mit 17 Jahren durch die Castingshow „Musicstar“ schlagartig bekannt – und mit dem Erfolg veränderte sich nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Familie. Besonders seine Mutter Monika Bürgin blickt heute mit gemischten Gefühlen auf diese Zeit zurück. In einem neuen Filmprojekt sprechen Mutter und Sohn ungewöhnlich offen über Nähe, Distanz und alte Wunden.

Im Doppelporträt „Sebastian & Monika“ verbringen die beiden 36 Stunden gemeinsam in einem abgelegenen Haus am Bodensee. Für Monika Bürgin ist diese exklusive Zeit mit ihrem Sohn etwas Seltenes geworden. Seit dessen Durchbruch habe es kaum noch ungestörte Treffen gegeben, weil fast immer andere Menschen dabei gewesen seien. Genau daraus entstand die Idee für den Film des Luzerner Regisseurs Ivo Amarilli.

Offene Worte über Karriere und Familie

Die Doku greift nicht nur Baschis Aufstieg auf, sondern auch prägende Kapitel der Familiengeschichte. Beim gemeinsamen Kochen und auf Spaziergängen kommen Themen zur Sprache, die offenbar bis heute nachwirken: seine schwierige Schulzeit, die Scheidung der Eltern und der frühe Tod des Vaters. Monika Bürgin macht dabei deutlich, dass sie den Karrierestart ihres Sohnes damals nicht nur mit Stolz, sondern auch mit Sorge begleitet hat. Sie fürchtete, dass der Absturz umso härter sein könnte, falls der Erfolg nicht anhält.

  • 36 Stunden Mutter-Sohn-Zeit als Grundlage der Doku
  • Drehort: ein einsames Haus am Bodensee
  • Themen: Ruhm, Familie, Schule und Alkohol

Auch Alkohol wird zum Thema

Besonders persönlich wird es, als die beiden über Baschis früheren Alkoholkonsum vor Auftritten sprechen. Monika Bürgin sagt, diese Phase habe sie stark belastet. Der Sänger erklärt das im Film mit eigener Unsicherheit und mit der Tatsache, dass Alkohol im Musikgeschäft ständig verfügbar gewesen sei. Gleichzeitig macht er klar, dass diese Zeit hinter ihm liege.

Für Monika Bürgin fühlt sich das Projekt nach einem besonderen Mutter-Sohn-Treffen an. Dass sie dabei auch über ihre eigene Überforderung in den ersten Jahren als Mutter spricht, verleiht dem Film eine zusätzliche Ebene. Zu sehen ist „Sebastian & Monika“ ab 4. September bei Play SRF. Für Baschi fällt die Doku in ein besonderes Jahr: Am 6. September wird der Mundart-Star 40.

Quelle: SRF